Klickbetrüger schaden Suchmaschinenmarketing
( Quelle ONEtoONE.de )
Die Nachricht schlug in der Suchmaschinen-Branche wie eine Bombe ein: Nachdem die Suchtreffervermarkter das Thema Klickbetrug lange Zeit marginalisiert hatten, überraschte Google-Finanzchef Georges Reyes die Investoren mit dem freimütigen Eingeständnis, dass „sehr, sehr schnell“ etwas gegen die so genannten Click Frauds getan werden müsse, da diese das Geschäftsmodell des Unternehmens ernsthaft bedrohten. Zwar hatten Google und Overture die Gefahr in ihren Börsenprospekten schon erwähnt, doch so deutlich und vor allem eindringlich wie Reyes hat noch niemand das Problem geschildert.
Im Grunde gibt es Klickbetrug schon so lange wie das Internet selbst. Bereits in den Anfangsphasen des weltweiten Netzes fielen immer wieder Website-Betreiber auf, die ihre Besucherzahlen durch selbst erzeugte Klicks künstlich in die Höhe trieben, um höhere Werbeerlöse zu erzielen. Allerdings war diese Art von Betrug mit einem immensen Aufwand verbunden und stand in keinem Verhältnis zum möglichen Gewinn und der Gefahr aufzufliegen.
Ganz anders im Suchmaschinenmarketing: Hier genügen schon wenige Klicks, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Diese besteht in den meisten Fällen nicht darin, das eigene Geldsäckel aufzufüllen, sondern der Konkurrenz Schaden zuzufügen. Schließlich muss der Werbungtreibende für jeden angeklickten Text-Link, auch Sponsored Link genannt, zahlen.
Besonders trickreich und folglich schwer aufzudecken ist die Methode des Wegklickens von Anzeigen: Dazu wird eine Suchergebnisseite 1.000-fach aufgerufen, der Sponsored Link des zu schädigenden Unternehmens aber kein einziges Mal. In der Folge sinkt die Klickrate schnell unter 0,5 Prozent. Da Google seinen Nutzern schlecht gemachte oder irrelevante Werbung ersparen möchte, fliegen solche Anzeigen sofort aus dem Angebot…..
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