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Neue Suchmaschine Wikia Search geht online

8. Januar 2008

Fast ein Jahr lang macht es schon Schlagzeilen – seit heute morgen ist das neue Projekt von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales online. Wikia Search soll den Markt der Suchmaschinen auf den Kopf stellen. 

Das Konzept ist einfach: Mit Hilfe einer engagierten Community will Jimmy Wales Techniken entwickeln, um die Suchergebnisse besonders benutzerfreundlich zu machen. Nutzer der Suchmaschine können zum Beispiel die Qualität der Suchergebnisse bewerten, um so ein besseres Ranking als bei etablierten Suchmaschinen-Anbietern zu erreichen. “Zur Zeit haben wir noch kein Feedback von unseren Nutzern, die Ergebnisse sind also noch ziemlich schlecht”, schreibt das Team von Wikia Search auf der Startseite.

Das soll sich aber in den nächsten Wochen verbessern. So sollen die Nutzer Mini-Definitionen zu besonders populären Suchbegriffen schreiben, um den Suchenden schnell eine Hilfe zur Hand zu geben. Zu jedem Link sollen die Nutzer eine Wertung über die Qualität des Suchergebnisses abgeben – allerdings ist diese Funktion noch nicht freigeschaltet.

Offenheit ist das Grundprinzip von Wikia Search: Nutzer sollen im Gegensatz zu Google und anderen klassischen Suchmaschinen-Anbietern nachvollziehen können, wie die Ergebnisse zustande kommen. So hat die Firma im Sommer den Open-Source-Webspider Grub übernommen, auch zur Erstellung der Index-Dateien setzt Wikia auf Open Source. Registrierte Nutzer können Ideen für eine bessere Sortierung der Links einbringen, auch eine Whitelist mit besonders wertvollen Inhalten wird von den Nutzern gepflegt.

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Bedroht Google die Menschheit?

8. Dezember 2007

Eine Studie der TU Graz warnt mit drastischen Worten vor der “Bedrohung der Menschheit” durch Google. Der Suchmaschinenprimus schicke sich nicht nur an, den Schutz der Privatsphäre auf dem Müllhaufen der Geschichte zu entsorgen, heißt es in dem 187-Seiten umfassenden Bericht “über die Gefahren und Chancen großer Suchmaschinen unter besonderer Berücksichtigung von Google” (PDF-Datei). Das “monopolistische Verhalten” des Marktführers bedrohe vielmehr, “wie wir die Welt sehen und wie wir als Individuen wahrgenommen werden”. Damit gerate sogar die gesamte Weltwirtschaft in Gefahr. Google habe in unerhörter Art und Weise Macht angehäuft, sodass ein Gegenangriff überfällig sei. 

Der Grazer Informatikprofessor Hermann Maurer ruft als Betreuer der Materialsammlung darin konkret die EU-Kommission und das EU-Parlament auf, zunächst “das Monopol Googles als Suchmaschine zu brechen”. Dies könne etwa durch die finanzielle Unterstützung der Entwicklung zahlreicher spezialisierter Suchmaschinen für Bereiche vom Handwerk bis zur Medizin geschehen. Dies sollten von gemeinnützigen Einrichtungen wie Universitäten oder Regierungseinrichtungen betrieben werden, die unter ständiger öffentlicher Kontrolle stehen. Weiter für nötig betrachtet Maurer die Einleitung von kartellrechtlichen Maßnahmen auf allen Ebenen gegen Google sowie jeder andere Firma, die ausgefeilte Suchtechniken mit anderen mächtigen Werkzeugen für das Data Mining vereine. Der Marktführer demonstriere eine solche Verknüpfung mit Zusatzdiensten wie Google Mail, Google Earth, YouTube oder für günstige bis kostenlose Internetzugänge.

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Die Studie der TU Graz finden sie hier

Deutsche bei Nutzung von Suchmaschinen spitze

20. Oktober 2007

Die Deutschen gehören zu den eifrigsten Nutzern von Suchmaschinen im Internet: Jede fünfte Abfrage in Europa stammt derzeit aus der Bundesrepublik. Das teilt der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in Berlin mit.

“Durchschnittlich startet jeder Deutsche 39 Abfragen pro Monat”, sagt August-Wilhelm Scheer, Präsident des BITKOM. Individuelle Suchergebnisse ließen sich nach seiner Ansicht hervorragend mit zielgerichteter Online-Webung verbinden. Die Region mit den meisten Abfragen ist Asien. Hier werden 20,3 Milliarden Suchaufträge pro Monat abgeschickt. Europa (17,8 Milliarden) und Nordamerika (16,0 Milliarden) vervollständigen die Top drei.

Kostengünstige Zugänge forcieren Internet-Nutzung

Die starke Nutzung des Internets ist auch Ausdruck kostengünstiger Online-Zugänge. Seit dem Jahr 2000 haben sich die Preise in Deutschland im Durchschnitt halbiert. Der intensive Wettbewerb, neue Tarifmodelle sowie technologische Innovationen ließen die Kosten weiter sinken, so der Verband. Der Trend gehe dabei zu Breitbandanschlüssen. Deren Anzahl hat sich in den vergangenen drei Jahren verdreifacht.

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